Alápitvany St. Márton

Im Bereich der Diözese Pécs leben ca. 40.000 Zigeuner. Besonders in der Grenzregion nach Kroatien stellen sie vielfach die Mehrheit in den Dörfern. Mit der Unterstützung von Renovabis hat die „Caritas Szent Marton Stiftung“ 2001 begonnen, in den Zigeunerdörfern eine sozialpädagogische, juristische und pastorale Beratung anzubieten. Vorsitzender dieser Stiftung ist Pfarrer József Lánko aus Alsószentmárton.

2006 startete in der Region Baranya ein umfassendes Projekt zum Aufbau einer Sozial- und Pastoralarbeit mit einer Zielgruppe von ca. 5.000 Menschen, der Zigeuneranteil liegt hier bei 70 Prozent. Das Projekt wurde intensiv von Renovabis begleitet und zeigt sehr deutliche positive Ergebnisse, vor allem in den Bereichen der Schul- und Berufsqualifizierung von Kindern und Jugendlichen.  Auch caritative Arbeit wie die Armenküche  für Bedürftige ist Bestandteil des Projekts.

Inzwischen sind in Ungarn im Bereich der Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zigeunerfamilien weitere ähnliche Programme entstanden. Nun wurde ein Netzwerk aus vorerst 5 Organisationen gebildet, welches die Förderung der pädagogischen Programme für Kinder und Jugendliche übernimmt. Die soziale und pastorale Arbeit mit Zigeunern wird in 7 Gemeinden durchgeführt, oft kommen auch Menschen aus den umliegenden Dörfern zu den Angeboten. Es werden auch Erwerbslose, chronisch Kranke, behinderte und alte Menschen versorgt.
Übergreifendes Ziel der Arbeit ist es, der sehr ausgegrenzten Bevölkerungsgruppe eine größtmögliche Chancengleichheit in der Gesellschaft zu bieten, sie so zu stärken, dass sie Schritt für Schritt mehr Verantwortung für sich und ihre Familien übernehmen können. Dies ist ein langfristiger Ansatz, der verschiedene Angebote und einen hohen Personaleinsatz fordert.

Die Aktivitäten, die in einem oder mehreren Dörfern angeboten werden, sind:

  • soziale und karitative Programme (Suppenküche, soziale Beratung, Rechtsberatung, Kriseninterventionen, Seelsorgetätigkeiten, Gesundheitsmaßnahmen)
  • gesellschaftliche Integrationsprogramme (Angebote im Gemeinschaftshaus, kirchliche Feierlichkeiten, Sommerlager, Elternarbeit, Klubs für Kinder und Jugendliche)
  • Antidiskriminierungsprogramme (Fortbildungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, interne Fortbildungen, Erfahrungsaustausch)
  • Weiterbildungsprogramme für die Mitarbeiter der Stiftung, der Schulen, anderer Gemeinden und Organisationen.

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